Für mehr Transparenz und Geschwindigkeit:
Bremer Logistiker TCU beschreitet neue Wege mit Online-Tarifrechner
Bremen, 4. Juli 2008. Bei privaten Flügen oder Bahnfahrten längst
gang und gäbe: Auf der Website lässt sich unverzüglich ein
Preisangebot einholen und mit anderen Anbietern
vergleichen. „Versuchen Sie mal Ähnliches, wenn Sie Container
transportieren wollen – Sie werden nicht allzu weit kommen", sagt
Lutz Wörner, Geschäftsführer der Bremer Transcontainer-Universal GmbH
& Co. KG (TCU). Seit dem 1. Januar 2008 ist das zumindest bei der TCU
anders: Seither ist der Tarifrechner im webbasierten Extranet des auf
intermodale Transporte spezialisierten Unternehmens online. Kunden
stellen ihre Anfrage über das Internet und erhalten auf Mausklick
eine Transportpreisangabe. Jüngste Neuerung: Seit dem 1. Juli
berücksichtigt die Anwendung neben Bahn- bzw. Bahn-/Lkw-Verkehren
auch reine Trucktransporte.
Konkret bedeutet das: Gesellschafter, Kunden und Dienstleister der
TCU verfügen über einen personalisierten Zugang zum firmeneigenen
Extranet. Dort konnten bislang bereits Aufträge digital platziert,
Auftragsdaten eingesehen oder der Transport von Containern aktiv mit
der TCU abgestimmt werden. Mit dem Tarifrechner sind jetzt auch die
Konditionen für nationale und internationale (bislang Schweiz und
Frankreich, voraussichtlich noch im Juli kommen Österreich, Polen,
die Slowakei, Tschechien und Ungarn hinzu) Transporte hinterlegt. Dem
Modul liegt ein komplexes Tarifwerk für Containertransporte zugrunde.
Aber auch detaillierte Hinweise zu den Ladestellen in Seehäfen und
Umschlagbahnhöfen werden mit ausgegeben. Hat die Anwendung den
Transportpreis für die Anfrage ermittelt, lässt sich der Preis sofort
in ein Angebot überführen und bei Bedarf drucken. Für die TCU ist
diese Entwicklung die Komplettierung ihres
Serviceangebotes. „Jedenfalls für den Augenblick", merkt Wörner an.
Die Begeisterung für sein neuestes Projekt ist dem Geschäftsführer
anzumerken: „Wir haben eine sehr positive Resonanz auf dieses
Angebot. Die einfache Bedienbarkeit erleichtert allen Seiten das
Arbeiten." Der große Aufwand sei schon im Vorfeld mit Vorbereitung
und Definition von Funktionen angefallen. Von der Idee, über die
Konzeption bis zur ausführlichen Testphase hat Wörner mit seinen
Mitarbeitern am Tarifrechner über sechs Monate gearbeitet. Die
Programmierung übernahm die indiwa GmbH aus Bremen, ein Spezialist
für webbasierte und individuelle Logistikanwendungen. Die beidseitige
Kenntnis von Prozessen und Routinen bei Containertransporten mache
die Praktikabilität des Tarifrechners aus, meint Lutz Wörner. „Wir
wussten beide, dass wir uns auf unbekanntes Terrain wagen", berichtet
er. Da aber auch die Extranet-Anwendung der TCU von indiwa stammt,
sei die gemeinsame Umsetzung des Tarifrechners nur konsequent gewesen.
Das Modul „Tarifrechner" bietet aber nicht nur Vorteile für die
Nutzer. Für die TCU bedeutet das hauseigene Netz vor allem eins:
Klarheit. In der Kombination aller Anwendungen aus dem Extranet,
nämlich Tarifermittlung, Buchung, Statusmeldungen und Statistik,
bewegt sich das Unternehmen auf einer einheitlichen
Datenbasis. „Unklarheiten oder Doppelungen in den Datenstrukturen
gehören der Vergangenheit an und führen zu größerer Effizienz in
unseren Abläufen, weil langwierige Nachfragen entfallen", sagt
Wörner.
Für die programmierende Firma indiwa ist die Akzeptanz der Software
der TCU eine Bestätigung der Prognosen. Geschäftsführer Stefan
Peters: „Wir sind im Vorfeld davon ausgegangen, dass sich die
Zugriffe auf das Extranet schlagartig erhöhen und sich die
Nutzungszeiten ausdehnen werden." Genau dies sei eingetreten. Seit
Januar 2008 hätten sich die Userzahlen mehr als verdoppelt. Fast
2.000 Nutzer griffen regelmäßig auf die Informationen des Netzes
zurück. Und das mit steigender Tendenz auch in den Abendstunden und
am Wochenende. „Für die TCU gibt so eigentlich keinen
Geschäftsschluss mehr, ohne dass für diesen Service gesonderte
Personalkosten oder Überstunden anfallen. Das System läuft absolut
stabil und Ausfallzeiten sind kein Thema", erklärt Peters und Lutz
Wörner ergänzt: „Wir sehen mit diesem Angebot auch die Neutralität
der TCU gestärkt, da kein Dienstleister auf dieser Plattform
besonders herausgehoben wird." Der Wettbewerb habe zurückhaltend auf
den Tarifrechner reagiert, fährt er fort. Auch große Dienstleister
der TCU seien zunächst kritisch damit umgegangen, da eine
Verschärfung des Drucks befürchtet wurde. Wörner hält die Bedenken
für ungerechtfertigt und arbeitet bereits gemeinsam mit seinem
Softwarepartner unbeirrt an der Folgeversion des Tarifrechners.
Spätestens bis 1. Juli dieses Jahres sollen weitere Verkehrsträger
eingebunden und die internationale Relation komplettiert werden.
http://www.tcu.de